Trinken in Kita und Schule: 5 wirksame Tipps, damit Kinder genug trinken

Warum Kinder in Kita und Schule oft zu wenig trinken

Beim Toben auf dem Pausenhof, beim konzentrierten Rechnen oder beim Basteln in der Kita: Kinder sind mit ihrer Aufmerksamkeit meist ganz woanders und vergessen dabei schlicht, regelmäßig zur Trinkflasche zu greifen. Das ist kein Einzelfall, sondern ein alltägliches Problem, das Eltern und Fachkräfte gleichermaßen kennen. Dabei ist der Flüssigkeitsbedarf von Kindern alles andere als gering: Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten Kinder von 1 bis unter 7 Jahren täglich etwa 820 bis 940 ml über Getränke aufnehmen, 7- bis unter 15-Jährige rund 970 bis 1.330 ml und Jugendliche von 15 bis unter 19 Jahren etwa 1.530 ml – verteilt auf insgesamt sechs Getränkeportionen über den Tag. An heißen Tagen, beim Sport, intensivem Spielen oder in stark beheizten Räumen steigt dieser Bedarf durch vermehrtes Schwitzen sogar noch weiter an.

Problematisch ist dabei vor allem, dass viele Kinder erst dann zur Flasche greifen, wenn sie Durst verspüren. Durst ist jedoch bereits ein Anzeichen für einen akuten Flüssigkeitsmangel – wer wartet, bis er durstig ist, hat dem Körper bereits zu wenig Flüssigkeit zugeführt. Fachkräfte können hier gezielt gegensteuern: Die Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der DGE empfiehlt, Kindern beim Spielen und Toben immer wieder aktiv Getränke anzubieten, da sie das Trinken dabei leicht vergessen. Regelmäßige Trinkpausen dienen dann als verlässliche Erinnerung, statt sich auf das Durstgefühl der Kinder zu verlassen.

Balkendiagramm: Empfohlene tägliche Flüssigkeitszufuhr über Getränke nach Altersgruppe (DGE) — 1 bis unter 4 Jahre 820 ml, 4 bis unter 7 Jahre 940 ml, 7 bis unter 10 Jahre 970 ml, 10 bis unter 13 Jahre 1.170 ml, 13 bis unter 15 Jahre 1.330 ml, 15 bis unter 19 Jahre 1.530 ml
Empfohlene tägliche Flüssigkeitszufuhr über Getränke nach Altersgruppe (DGE). Quelle: kita-schulverpflegung.bayern.de

Welche Folgen zu wenig Trinken hat

Zu wenig Flüssigkeit zeigt bei Kindern rasch spürbare Auswirkungen: Sie sind nachweislich häufiger müde, weniger aufmerksam, lernen schlechter und neigen zu Schwindel oder Hör- und Sehstörungen. Besonders kritisch ist dabei, dass Durst selbst bereits ein Anzeichen für einen akuten Flüssigkeitsmangel ist – Kinder sollten also regelmäßig trinken, statt erst auf das Durstgefühl zu warten.

Wie gering die Toleranzschwelle tatsächlich ist, zeigen aktuelle Untersuchungen: Schon ein Flüssigkeitsverlust von ein bis zwei Prozent des Körpergewichts kann die geistige Leistungsfähigkeit messbar reduzieren. Eine 2025 veröffentlichte Studie von Roberts et al. bestätigt diesen Zusammenhang für Schulkinder und weist nach, dass der Hydratationsstatus signifikant mit der kognitiven Leistungsfähigkeit korreliert – insbesondere bei gedächtnisbezogenen Aufgaben. Dehydration ging in der Untersuchung mit mehr Müdigkeit, stärkerem Durstempfinden und nachlassender Konzentration einher.

Auch Daten des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) verdeutlichen das Problem im Alltag: In einer Untersuchung begannen etwa 15 Prozent von 250 befragten Kindern den Schultag, ohne vorher getrunken zu haben. Das FKE empfiehlt für Kinder ab sieben Jahren eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens 850 ml. Zwar konnten die betroffenen Kinder das morgendliche Defizit meist im Laufe des Vormittags ausgleichen, das Beispiel zeigt jedoch, wie leicht ausreichendes Trinken im Kita- und Schulalltag aus dem Blick gerät.

Kinder im Kindergarten- oder Schulalter spielen draußen im Sommer und machen gemeinsam eine Trinkpause mit eigenen bunten

Tipp 1: Feste Trinkrituale im Alltag einführen

Kinder sollten daran gewöhnt werden, zu jeder Mahlzeit etwas zu trinken, und auch zwischen den Mahlzeiten sollten regelmäßig Getränke angeboten werden, um einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Ein bewährtes Ritual ist dabei ein Glas Wasser vor oder zu jeder Mahlzeit: Solche festen Trinkpausen im Alltag helfen, das Trinken nicht zu vergessen, und machen es Schritt für Schritt zur selbstverständlichen Gewohnheit. Das ist besonders wichtig, da Durst bereits ein Anzeichen für einen akuten Flüssigkeitsmangel ist – Kinder sollten also regelmäßig trinken, statt erst zu warten, bis sie durstig sind.

Insgesamt werden sechs über den Tag verteilte Getränkeportionen empfohlen, wobei sich die Portionsgröße am Alter des Kindes orientiert. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung sollten Kinder von 1 bis unter 7 Jahren täglich etwa 820 bis 940 ml Flüssigkeit über Getränke aufnehmen, 7- bis unter 15-Jährige rund 970 bis 1.330 ml und 15- bis unter 19-Jährige etwa 1.530 ml. Ein festes Ritual zu jeder Mahlzeit sorgt dafür, dass diese Mengen gleichmäßig über den Tag verteilt zusammenkommen, statt punktuell nachgeholt werden zu müssen.

Damit das Ritual zuverlässig funktioniert, eignet sich eine Trinkflasche, die das Kind täglich begleitet – etwa aus Edelstahl, da sie rostfrei, garantiert BPA-frei, geschmacksneutral und gut recycelbar ist, oder aus dem bruchsicheren und spülmaschinenfesten Kunststoff Tritan. Steht die eigene Flasche griffbereit auf dem Tisch oder im Ranzen, lässt sich das feste Trinkritual leichter in den Alltag integrieren und zuverlässig beibehalten.

Tipp 2: Regelmäßige Trinkpausen in Kita und Schule einplanen

Beim Spielen und Toben vergessen Kinder das Trinken leicht, da sie in diesen Momenten ganz auf ihre Aktivität konzentriert sind. Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt deshalb, dass pädagogische Fachkräfte Kindern beim Spielen und Toben immer wieder aktiv Getränke anbieten, anstatt darauf zu warten, dass die Kinder von sich aus danach fragen. Feste Trinkpausen dienen dabei als zuverlässige Erinnerung im Tagesablauf. Besonders wichtig sind solche Angebote, wenn der Flüssigkeitsbedarf steigt: etwa an heißen Tagen, bei intensivem Spielen und Toben, beim Sport sowie in stark beheizten oder klimatisierten Räumen.

Damit genügend Flüssigkeit ganztägig bereitsteht, sieht der DGE-Qualitätsstandard für die Kita- und Schulverpflegung vor, dass Trinkwasser während des gesamten Tages – in der Schule auch während des Unterrichts – kostenfrei zur Verfügung stehen soll. Ergänzend dazu motivieren persönliche, bunte Becher oder Trinkflaschen die Kinder zusätzlich zum Trinken. Eine eigene, griffbereite Trinkflasche erleichtert es Fachkräften und Lehrkräften, feste Trinkpausen konsequent in den Alltag einzubauen und so dem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen.

Für Kita und Schule eignen sich vor allem zwei Materialien, die beide als sicher und alltagstauglich gelten: Edelstahl und Tritan. Die folgende Übersicht fasst ihre wichtigsten Eigenschaften zusammen und hilft bei der Auswahl der passenden Trinkflasche.

Eigenschaft Edelstahl Tritan
Material & Sicherheit rostfrei, garantiert BPA-frei BPA-freier Kunststoff
Bruch- & Sturzfestigkeit sehr sturzresistent, langlebig bruchsicher, leicht
Geschmack geschmacksneutral geschmacksneutral
Pflege & Alltag gut recycelbar wärmebeständig, spülmaschinenfest

Beide Materialien sind frei von Bisphenol A und damit für den täglichen Einsatz in Kita und Schule geeignet. Edelstahl punktet durch seine Robustheit und lange Nutzungsdauer, während Tritan durch sein geringes Gewicht und die hohe Bruchsicherheit besonders für jüngere Kinder praktisch ist. Wiederbefüllbare Flaschen aus diesen Materialien schonen zudem Ressourcen und vermeiden unnötigen Plastikmüll.

Nahaufnahme von Kinderhänden, die eine Trinkflasche mit selbst gestalteten Stickern und bunten Motiven verzieren

Tipp 3: Die Trinkflasche zur Lieblingsflasche machen

Eine wirksame Methode, um Kinder zum regelmäßigen Trinken zu motivieren, ist die persönliche Gestaltung der eigenen Flasche. Wenn Kinder ihre Trinkflasche oder ihren Becher selbst mitgestalten oder auswählen dürfen, etwa durch Farben, Sticker oder Motive, steigert das nachweislich die Trinkmotivation. Auch persönliche, bunte Becher oder Trinkflaschen motivieren Kinder zusätzlich zum Trinken, da aus dem alltäglichen Gegenstand ein individuelles Lieblingsstück wird, zu dem Kinder gerne greifen.

Bei der Wahl des passenden Materials lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen Eigenschaften. Trinkflaschen aus Edelstahl sind rostfrei, garantiert BPA-frei, geschmacksneutral und gut recycelbar; zudem gelten sie als besonders sturzresistent und langlebig, sodass sie auch von jüngeren Geschwisterkindern weitergenutzt werden können. Wer eine transparente Variante bevorzugt, findet in Tritan einen BPA-freien Kunststoff, der leicht, bruchsicher, geschmacksneutral, wärmebeständig und spülmaschinenfest ist. Durch die Verwendung wiederbefüllbarer Trinkflaschen aus BPA-freien Materialien werden zudem Ressourcen geschont und unnötiger Plastikmüll vermieden – ein Aspekt, der neben der motivierenden Gestaltung ebenfalls für eine persönliche, langlebige Trinkflasche spricht.

Tipp 4: Als Eltern selbst Vorbild sein

Kinder lernen vor allem durch Nachahmung: Wenn Eltern selbst regelmäßig und sichtbar Wasser trinken, regt das die Kinder an, es ihnen gleichzutun. Dieses Prinzip lässt sich im Alltag gezielt nutzen, etwa indem die eigene Trinkflasche beim gemeinsamen Essen, bei Ausflügen oder im Homeoffice bewusst in Sichtweite steht und regelmäßig genutzt wird.

Besonders wirkungsvoll ist dieses Vorbildverhalten, wenn es mit festen Trinkritualen kombiniert wird, etwa einem gemeinsamen Glas Wasser vor jeder Mahlzeit. So entsteht für Kinder ein nachvollziehbares Muster, dem sie sich anschließen können. Eine robuste, persönliche Trinkflasche aus Edelstahl oder einem anderen wiederbefüllbaren Material unterstützt dabei sowohl Eltern als auch Kinder, da sie sich leicht unterwegs mitführen und jederzeit griffbereit halten lässt.

Tipp 5: Wasser für Kinder attraktiver machen

Pures Wasser ist nicht für jedes Kind auf Anhieb ein Genuss – mit ein paar einfachen Kniffen lässt sich der Geschmack jedoch spielerisch aufwerten. Gurkenscheiben, Himbeeren oder ein paar Blätter Minze verleihen dem Wasser eine dezente, natürliche Note und machen das Trinken zu einem kleinen Erlebnis. Auch ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees zählen zu den empfehlenswertesten Durstlöschern für Kinder und bieten eine willkommene geschmackliche Abwechslung im Alltag.

Damit die aromatisierten Getränke überall griffbereit sind, lohnt sich eine wiederbefüllbare Trinkflasche aus BPA-freiem Material. Edelstahl ist dabei rostfrei, geschmacksneutral und besonders langlebig, während Tritan als transparenter, leichter und bruchsicherer Kunststoff überzeugt, der zudem spülmaschinenfest ist. Beide Materialien schonen durch ihre Wiederverwendbarkeit Ressourcen und vermeiden unnötigen Plastikmüll – ein praktischer Beitrag zu einem bewussteren Umgang mit Verpackungen im Kita- und Schulalltag.

Die 5 Tipps auf einen Blick

Genug zu trinken gelingt Kindern in Kita und Schule am besten mit einfachen, wiederholbaren Routinen. Die folgende Übersicht fasst die fünf vorgestellten Tipps als schnelle Gedächtnisstütze für den Alltag zusammen.

Tipp Worum es geht Praktische Umsetzung
1. Feste Trinkrituale Trinken fest in den Tagesablauf einbauen, statt auf das Durstgefühl zu warten Zum Beispiel ein Glas Wasser vor jeder Mahlzeit einplanen
2. Regelmäßige Trinkpausen Kindern beim Spielen, Toben und im Unterricht aktiv Getränke anbieten Feste Pausen in Kita und Schule als Erinnerung nutzen
3. Persönliche Lieblingsflasche Eigene, selbst gestaltete Trinkflasche steigert die Motivation Flasche mit Farben, Stickern oder Motiven individuell gestalten lassen
4. Vorbildfunktion der Eltern Kinder lernen durch Nachahmung Als Elternteil selbst regelmäßig und sichtbar Wasser trinken
5. Wasser attraktiver machen Geschmack von Wasser durch natürliche Zutaten aufwerten Mit Gurkenscheiben, Himbeeren oder Minze aromatisieren

Zur Erinnerung: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt je nach Alter zwischen 820 und 1.530 ml Flüssigkeit über Getränke pro Tag, aufgeteilt auf etwa sechs Portionen. Wer feste Trinkrituale, regelmäßige Trinkpausen, eine persönliche Lieblingsflasche, die eigene Vorbildrolle und attraktiv gemachtes Wasser kombiniert, unterstützt Kinder dabei, diese Menge im Kita- und Schulalltag zuverlässig zu erreichen.